Bad Wildungen gewinnt die Hitzeschlacht in Thüringen

Am 27. Juni fand beim 1. PBC Merkers das Endturnier der Jugendliga 2025/2026 statt. Die Jugendliga ist ein länderübergreifender Mannschaftswettbewerb für den Billardnachwuchs und vereint Jugendmannschaften aus mehreren Landesverbänden. Aus den drei Staffeln West, Ost und Nord der Ligasaison haben sich Teams aus Hessen, Sachsen und Brandenburg für das Endturnier qualifiziert und trafen sich bei hochsommerlichen Temperaturen in Thüringen.

Als Staffelsieger bzw. -zweite waren Mannschaften der Vereine 1. PBC Bad Wildungen, PBC Gelnhausen, SG Johannesberg, Billardfabrik Leipzig sowie SV Motor Babelsberg vor Ort. Eigentlich hatte sich auch der PBC Alzey für das Endturnier qualifiziert. Aufgrund einer kurzfristigen Absage rückte jedoch die zweite Mannschaft des 1. PBC Bad Wildungen nach.

Während Bad Wildungen und Gelnhausen bereits im vergangenen Jahr Erfahrungen in der Jugendliga sammeln konnten, feierte die SG Johannesberg ihre Premierensaison. Leipzig und Babelsberg waren erst im Laufe der Saison zur Liga gestoßen und hatten gemeinsam die neu gebildete Staffel Nord bestritten. Der Titelverteidiger PBC Jägersburg war in dieser Saison nicht mehr vertreten, da dessen erfolgreiche Nachwuchsspieler inzwischen aus der Altersklasse herausgewachsen sind.

Gespielt wurde zunächst in zwei Dreiergruppen. Jede Mannschaftsbegegnung bestand wie in den Ligen aus drei Spielrunden mit jeweils einem Einzel und einem Doppel. Die Gruppensieger qualifizierten sich für das Finale, die Gruppenzweiten spielten um Platz drei, während die Drittplatzierten den fünften Platz in einem Shoot-Out ausspielten.

In Gruppe A präsentierte sich die Billardfabrik Leipzig in hervorragender Form. Mit deutlichen Erfolgen gegen Bad Wildungen 2 (5:1) und Johannesberg (5:1) zog das sächsische Team souverän ins Finale ein. Dabei glänzten besonders die beiden erst 10 bzw. 11 Jahre alten Tobias Fischer und Valentin Ulbricht. Bad Wildungen 2 sicherte sich mit einem 4:2-Erfolg gegen Johannesberg den zweiten Gruppenplatz.

Auch in Gruppe B blieb der Favorit 1. PBC Bad Wildungen 1 ohne Niederlage. In einem hochdramatischen Spiel setzten sie sich mit 4:2 gegen Gelnhausen durch. Gelnhausen hätte ein Unentschieden zum Finaleinzug aufgrund der besseren Spieldifferenz gereicht und nach zwei Runden stand es 2:2. Am Ende sicherte sich Bad Wildungen die letzte Runde allerdings mit 3:0 und 3:2. Gegen Babelsberg setzte sich Bad Wildungen klar mit 5:1 durch. Gelnhausen qualifizierte sich durch ein überzeugendes 6:0 gegen die Brandenburger für das Spiel um Platz drei.

Im Shoot-Out um Platz fünf setzte sich die SG Johannesberg mit 4:2 gegen den SV Motor Babelsberg durch. Beide Vereine feierten ihre erste Teilnahme an der Jugendliga und sammelten wertvolle Erfahrungen für die kommenden Spielzeiten.

Im Spiel um Platz drei kämpften Gelnhausen und Bad Wildungen 2 um jeden Ball. Nach den zu absolvierenden drei Runden stand es unentschieden 3:3, sodass die Entscheidung in der Verlängerung fallen musste. Diese bestand aus drei Einzelpartien 9-Ball. Dort bewies Gelnhausen die stärkeren Nerven und gewann schließlich mit 5:3. Damit sicherte sich Gelnhausen verdient die Bronzemedaille.

Das Finale zwischen den beiden ungeschlagenen Mannschaften aus Bad Wildungen 1 und Leipzig entwickelte sich zum erwarteten Höhepunkt des Tages. Beide Teams lieferten sich zahlreiche hochklassige Partien, auch wenn man den jungen Spielern die hohen Temperaturen und den langen Spieltag anmerkte. Nachdem Bad Wildungen die erste Runde jeweils mit 3:0 für sich entschieden, gleich Leipzig in Runde zwei mit zwei knappen 3:2 Siegen direkt aus. Runde drei war an Spannung kaum zu überbieten als es in beiden Partien 2:2 stand und der Gesamtsieg in beide Richtungen kippen konnte. Am Ende gewann jede Mannschaft eine Partie, sodass auch hier die Verlängerung für die Entscheidung sorgen musste. In der lies die Kraft der Leipziger dann nach und Bad Wildungen konnte die ersten beiden Spiele direkt mit 3:0 für sich entschieden und sicherte sich somit verdient den Meistertitel der Jugendliga 2025/2026. Leipzig darf sich nach einer beeindruckenden Premierensaison über den Vizemeistertitel freuen.

Mit spannenden Begegnungen, großem Teamgeist und zahlreichen fairen Spielen war das Finalturnier ein würdiger Abschluss der Jugendliga-Saison 2025/2026. Die länderübergreifende Liga hat sich erneut als hervorragende Plattform für die Nachwuchsförderung im Poolbillard erwiesen und gezeigt, wie wertvoll regelmäßige Wettkämpfe über die Landesverbandsgrenzen hinaus für die Entwicklung junger Spielerinnen und Spieler sind.

Auch in der kommenden Saison wird es wieder eine Jugendliga geben, an der alle Jugendmannschaften teilnehmen können.


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